Mit Wohnmobil und Fahrrad durch Kroatien

Eine Reise ans Ende der Kräfte


Dienstag. Die Ankunft

 

Es ist zwei Uhr am morgen, als ich das Meer sehe. Eigentlich sehe ich es kaum, aber ich weiß, dass es da ist, denn ich habe die Küstenstraße erreicht. Fast schwarz liegt das Wasser unterhalb der Fahrbahn, nur das Mondlicht glitzert träge auf den flachen Wellenkämmen. Alles ist ruhig.

 

Nach der Fahrt durch Österreich und über kleine slowenische Landstraßen habe ich den Ort erreicht, an dem mein Urlaub beginnen soll: die kroatische Adria unterhalb Istriens. Der Tag war lang, ich bin müde, und am Straßenrand finde ich ein Plätzchen für das Wohnmobil.

 

Der größte Vorteil eines Wohnmobils im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln besteht darin, dass es über einen Kühlschrank verfügt, und – bei entsprechender Vorsorge – jederzeit kaltes Bier verfügbar ist. Ein solches hole ich jetzt heraus, setze mich still auf einen Campingstuhl (ebenfalls aus dem Wohnmobil, aber nicht gekühlt) und schaue den Sternen zu, die nichts weiter tun, als unbekümmert vor sich hinzuleuchten.